02.04.2001: Vodafone übernimmt 25 Prozent von Swisscom:

(Yahoo) - Der britische Vodafone-Konzern ist nun mit 25 Prozent an Swisscom beteiligt.
Wie der Telekomriese mitteilte, wurde der Einstieg planmäßig am vergangenen Freitag
vorgenommen.

Vodafone bezahlte die erste Tranche des Kaufpreises in Höhe von 1,4 Mrd. Euro in Aktien
und einen Barbetrag von 16 Mio. Euro. Dank einer Kurssicherungsvereinbarung mit einer
Investmentbank sei das Aktienkursrisiko vollständig eliminiert worden, teilten die
Unternehmen mit.

Nach Abzug aller Transaktionskosten beläuft sich der Nettoerlös für Swisscom auf 1,38
Mrd. Euro. Die restlichen 1,51 Mrd. Euro des Kaufpreises sind innerhalb der kommenden
zwölf Monate fällig. Der Kaufpreis basiere auf einen Unternehmenswert von Swisscom
Mobile von 12,13 Mrd. Euro und einer Nettoverschuldung von rund 328 Mio. Euro, hieß es.

Mit dem Einstieg von Vodafone will sich Swisscom den Zugang zur dritten
Mobilfunkgeneration UMTS sichern. Die Einnahmen aus der Transaktion sollen für den
Aufbau des UMTS-Netzes, den Ausbau des Festnetzes für Breitbanddienste und die
Expansion im E-Commerce genutzt werden.

 

30.03.2001: CeBIT - Siemens: "In einigen Jahren gratis mobil telefonieren"

(computer channel) - Die Mobilfunk-Betreiber werden in einigen Jahren keine Gebühren für
Handy-Telefonate mehr verlangen können. Das sagte Peter Zapf, Präsident Siemens
Mobiltelefone, im Gespräch mit dem “computer channel”. "Die reinen Sprachdienste werden
in den kommenden Jahren mehr und mehr durch die mobile Datenübertragung
zurückgedrängt".

Daher müssten die Netzbetreiber neue Tarifideen entwicklen und beispielsweise Gespräche
gebührenfrei machen. "Neue Standards wie GPRS und UMTS erlauben deutlich schnellere
Datentransfers über das Mobilnetz und bieten sich so verstärkt für Datenübertragungen an",
so Zapf.

Der Chef der Handysparte von Siemens hat auch genaue Vorstellungen, was die ersten
UMTS-Endgeräte können müssen. Eine Digitalkamera und ein Farbbildschirm sollten auf
jeden Fall integriert sein. Andernfalls würden die Geräte die Möglichkeiten von UMTS nicht
ausreizen und sich zu wenig von den Vorgängern, den GPRS-Telefonen, unterscheiden.
Siemens arbeite schon länger an solchen Endgeräten und werde wie beim neuen PDA
"Multi Mobile" mit Casio weiterhin mit anderen Firmen kooperieren, die die
Siemens-Technik ergänzen können.

"Multi Mobile" nennt Siemens seine Mischung aus GPRS-Handy und Windows CE-3.0-PDA
(Personal Digital Assistant). Das Gerät wurde in Zusammenarbeit mit Casio entwickelt und
basiert auf dem "Casiopeia"-Pocket-PC. Wie der Casiopeia hat auch das Multi Mobile 32
Megabyte RAM , ein 65.000-Farben-Display sowie einen Compact-Flash- und einen
Multimedia-Card-Steckplatz.

Neben dem CE-3.0-eigenen Webbrowser wird der Telefon-PDA noch mit einem
WAP-Browser ausgestattet. Telefoniert wird entweder über Mikrofon und Lautsprecher oder
per mitgeliefertem Stereo-Headset. Wie schnell das Gerät über GPRS Daten überträgt, gab
Siemens nicht bekannt.

 

29.03.2001: CeBIT - Sony will Spiele für Handynetze anbieten:

(tz) – Der japanische Elektronikkonzern Sony führt in Deutschland Gespräche mit
verschiedenen Mobilnetzbetreibern, um Spiele für das Handy anzubieten. Das sagte
Manfred Gerdes, Chef von Sony Computer Entertainment Deutschland, dem Computer
Channel bei einem Gespräch auf der Cebit. Dazu seien unter anderem Verhandlungen mit
Vodafone geführt worden.

Sony werde sich in Deutschland aber keinesfalls auf das japanische Mobilformat i-mode
beschränken. Dieser Standard habe zwar den Vorteil, bereits erhältliche japanische Spiele
nach Europa zu übertragen. Jedoch rechnet der Manager nicht mit einem durchschlagenden
Erfolg dieses Angebots. Erst eigens für den europäischen Markt entwickelte Games würden
sich durchsetzen. Außerdem müßte die Bandbreite beim mobilen Internet deutlich erweitert
werden, so Gerdes.

Zudem widersprach der Sony-Manager Gerüchten über eine Exklusivvereinbarung mit
E-Plus. Das deutsche Mobilfunk-Tochterunternehmen von KPN hatte angekündigt, den
i-mode-Standard in Deutschland einführen zu wollen.

 

28.03.2001: CeBIT - Verband: Trotz UMTS-Kosten bleiben Handy-Tarife stabil:

(dpa) - Trotz befürchteter Milliardenverluste durch die UMTS-Einführung werden Handytarife
nach Einschätzung des Deutschen Verbandes für Post und Telekommunikation (DVPT)
stabil bleiben.

“Die Tarife werden mit ziemlicher Sicherheit nicht steigen”, sagte der DVPT-Vorsitzende
Manfred Herresthal dem Saarländischen Rundfunk. Sonst “würde man sich den Markt
selbst kaputt machen”.

Auch die Ladenpreise für die Mobiltelefone werden demnach “nicht ins Uferlose gehen”. Vor
allem die Hersteller von Mobilfunkgeräten seien gegen eine große Erhöhung, sagte
Herresthal: “Wenn die Handy- Preise Richtung 1000 Mark gehen, dann befürchte ich
einfach, dass denen der Markt wegbricht.”

Nach Medienberichten will die Telekommunikationsbranche künftig Herstellerpreise für die
Geräte verlangen und Gesprächsgebühren erhöhen, um die Anlaufkosten der
UMTS-Übertragungstechnik zu finanzieren. Besonders betroffen seien so genannte
Prepaid-Angebote (Handy mit Guthabenkarte).

Der DVTP vertritt rund 1500 Unternehmen der Telekommunikationsbranche. Nach einem
Bericht des “Spiegel” hat die Unternehmensberatung McKinsey in einer von mehreren
europäischen Telekom-Anbietern in Auftrag gegebenen Risikoabschätzung berechnet, dass
durch die UMTS-Einführung “europaweit rund 270 Milliarden Euro (528 Mrd. DM) an Wert
vernichtet” werden.

 

27.03.2001: CeBIT - Debitel: "Der Content ist wichtiger als das Netz":

(ZDNet Deutschland)  - Bis zehn Milliarden Mark hatte Debitel im letzen Jahr bei der
UMTS-Versteigerung mitgeboten, dann ist das Unternehmen ausgestiegen. Heute sehen
viele Marktbeobachter die Firma als den eigentlichen Sieger der Auktion. "Bis zu zehn
Milliarden Mark hätten wir in absehbarer Zeit mit unserem Netz Gewinne erwirtschaftet.
Jetzt werden wir unsere bewährte GSM-Strategie bei UMTS fortsetzen: Wir wollen unseren
Kunden vier von sechs UMTS-Netze anbieten können", so Sprecher Rudi Schmidt im
Gespräch mit ZDNet.

Dem neuen UMTS-Markt sieht man zuversichtlich entgegen: "Wir haben rund 20 Milliarden
Mark gespart und können das Geld in den Ausbau neuer Diente investieren. Es wird
entscheidend sein, ob die angebotenen Dienste einfach zu bedienen sind", meinte Schmidt.
Funktionen, die mehr als drei Clicks entfernt seien, würden sich auf dem Massenmarkt
nicht durchsetzen.

Konnte man bisher mit GSM fast nur telefonieren, wird es mit UMTS viele
Multimedia-Dienste geben. Im GSM-Netz liegt rund 70 Prozent der Wertschöpfungskette
beim Netzbetreiber und die Service-Provider müssen mit 30 Prozent leben. "Dies wird sich
mit UMTS ändern. Für den Kunden wird wichtig sein, wo er gute Dienste findet. Yahoo.de
kann es ja auch egal sein, über welchen Provider der Kunde zu ihnen kommt", so Schmidt.

Trotz aller Multimedia-Dienste wird der vom Kunden produzierte Content aus Sicht von
Debitel der Beste sein. Mit einer UMTS-Kamera wird es möglich sein, ein Foto zu schießen
und direkt per E-Mail an einen Freund oder Geschäftspartner zu schicken. "Wir haben es
bei SMS erlebt. Die Info-Dienste werden viel seltener genutzt. Die User produzieren ihren
Content lieber selbst und damit machen die Firmen ihr Geld", sagte Schmidt.

 

26.03.2001: CeBIT - Lucent wird UMTS-Lieferant bei KPN und E-Plus:

(Reuters) - Der niederländische Telekom-Konzern KPN hat sich einem Magazinbericht
zufolge mit dem US-Ausrüster Lucent auf einen Liefervertrag für UMTS-Mobilfunktechnik in
den Ländern Deutschland, Belgien und Niederlande geeinigt. Der Vertrag stehe kurz vor
dem Abschluss, berichtete das Magazin "Focus Money Online" am Sonntag ohne Angaben
von Quellen. Die Partnerschaft werde voraussichtlich am Montag offiziell bekannt gegeben,
hieß es. Am Montag wird KPN Geschäftszahlen veröffentlichen.

Auf dem deutschen Mobilfunkmarkt ist KPN Mehrheitsgesellschafter bei dem nach Kunden
drittgrößten Mobilfunkanbieter E-Plus. Weitere Anteile hält der US-Telekom-Konzern Bell
South. Dem Magazinbericht zufolge hat der zwischen KPN und Lucent für Deutschland
vereinbarte Teil-Liefervertrag ein Volumen von einer Milliarde Euro und soll den Netzausbau
bis zum voraussichtlichen Start des UMTS-Mobilfunknetzes von E-Plus im Jahr 2003
sichern. Ein Sprecher von E-Plus war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

E-Plus hatte zuletzt bekannt gegeben, dass für die Entwicklung des UMTS-Geschäfts bis
zum Jahr 2005 Investitionen von drei Milliarden Euro eingeplant seien.

 

23.03.2001: CeBIT - Vodafone sieht den Aufbau eigener UMTS-Netze als Pflicht:

(dpa) Das Mobilfunkunternehmen D2 Vodafone hat sich für die Einhaltung der
UMTS-Lizenzbedingungen ausgesprochen, die Betreiber zum Aufbau eigener Netze
verpflichten.

Das Unternehmen sei zwar offen für eine Zusammenarbeit “bis zum Ende des Kabels",
sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Mannesmann Mobilfunk, Jürgen von
Kuczkowski, am Donnerstag in Hannover auf der CeBIT. Für möglich hielt er eine
gemeinsame Nutzung von Antennen, Gebäuden und der Stromzuführung. Man werde sich
jedoch wehren, wenn Kooperationen gegen die Lizenz-Bedingungen verstießen.

In der Branche war wegen der UMTS-Lizenzkosten von knapp 100 Milliarden DM der Ruf
nach Zusammenarbeit der sechs Betreiber beim Netzaufbau laut geworden. Wenn man
Geld sparen kann, sollte man das tun, meinte Kuczkowski. Aber der Wettbewerb dürfe jetzt
nicht auf der Infrastrukturseite eingeschränkt werden. “Jeder, der bei der Auktion mitgeboten hat, wusste, was 16 Milliarden DM sind".

Auf dem deutschen Mobilfunkmarkt hat D2 Vodafone gegenwärtig mit 20,7 Millionen
Kunden die Nase noch knapp vor der Telekom-Tochter T- Mobil. Kuczkowski kündigte
ebenso wie die Wettbewerber einen Abbau der Handy-Subventionen an. Vor allem neue
Kunden mit einer vorausbezahlten Karte (Pre-Paid) müssen sich in diesem Jahr auf höhere
Preise für Mobilfunkgeräte einstellen.

 

22.03.2001: CeBIT - Siemens sichert sich 16 UMTS-Lieferverträge:

(dpa) Der Siemens-Konzern hat sich nach eigenen Angaben bislang 16 Liefervereinbarungen
für den Aufbau von UMTS-Netzen in zwölf verschiedenen Ländern gesichert.

Damit liege das Unternehmen nach Ericsson auf Platz zwei in Europa, berichtete
Vorstandsmitglied Volker Jung am Donnerstag auf der Computermesse CeBIT in Hannover.
Jeder einzelne Auftrag habe eine Größenordnung von 300 bis 800 Millionen Euro (587 Mio
DM bis 1565 Mio DM). Insgesamt hätten sich bislang 35 von erwarteten 77 UMTS-
Lizenznehmern in Europa für einen Lieferanten entschieden.

Das erste Handy für die neue Technologie will Siemens im dritten Quartal 2002 ausliefern.
Auf der CeBIT stellt Siemens bereits ein funktionsfähiges UMTS-Netz vor. Bis zur
Einführung der UMTS- Technologie setzt Siemens auf den Vorläufer GPRS und will das
erste Handy des Formats in der zweiten Jahreshälfte starten.

Ein weiteres Wachstumfeld sei die Breitband-Technologie. Nach der geplanten Übernahme
der US-Firma Efficient Networks Inc. wolle Siemens bei der DSL-Technologie, die den
schnellen Internet-Zugang ermöglicht, zu den führenden drei Anbietern im Weltmarkt
gehören.

Einen Wiedereinstieg in die Technologie Powerline für das “Internet aus der Steckdose”
schloss das Unternehmen nicht aus. “Bei entsprechender Auftragslage wären wir bereit,
das Thema wieder aufzugreifen” sagte der Chef der Konzersparte Information und
Communication Networks, Roland Koch. Vorläufig habe Siemens die Aktivitäten jedoch auf
Eis gelegt.

Diese Ankündigung vor wenigen Tagen hatte in der Branche für große Überraschung
gesorgt, da Powerline als vielversprechende Zukunftstechnologie gilt.

 

21.03.2001: CeBIT - Siemens will ab Mitte 2002 UMTS-Handys anbieten:

(Reuters) - Der Münchener Technologiekonzern Siemens will ab dem zweiten Halbjahr 2002
Mobilfunkgeräte für den neuen UMTS-Standard anbieten. In diesem Jahr wolle Siemens sich
auf die Einführung von GPRS-fähigen Mobiletelefonen konzentrieren, sagte George Boulloy,
Senior Vice President beim Siemens-Geschäftsbereich Information and Communication
Mobile am Mittwoch anlässlich der Technologiemesse CeBIT in Hannover. "GPRS ist der
Ausgangspunkt," sagte Boulloy. Die UTMS-Technologie werde nur dann erfolgreich sein,
wenn sich zuvor auch GPRS als Erfolg herausstelle.

UMTS (Universal Mobile Telephone Service) ermöglicht multimediale Dienste via Handy und
gilt bei Branchenexperten als lukrative Einnahmequelle für Telekommunikations- und
Technologie-Konzerne. GPRS steht für General Packet Radio Services und bietet einen
Hochgeschwindigkeits-Internetzugang. Mit Hilfe dieser Technologie kann über
Mobiletelefone auf das Internet und WAP-Seiten schneller als bisher zugegriffen werden.
GPRS wird als Vorstufe zur UMTS-Technologie gesehen, die in den nächsten Jahren den
mobilen Zugriff auf das Internet und den Datentransfer über Handys noch stärker
beschleunigen soll.

Eine Absatzprognose für seine GPRS-Mobiletelephone im laufenden Jahr wollte Siemens
nicht geben. Die Absatzzahl hänge sehr stark auch von der Entwicklung bei den
Mobilefunkbetreibern ab. Siemens arbeite aber daran, "aggressiv unter den führenden drei
Anbietern von GPRS-Mobiletelefonen zu sein".Siemens hatte zuvor bereits sein erstes
GPRS-Handy "S45" vorgestellt, das ab Juli 2001 erhältlich sein soll.

 

19.03.2001: Siemens erhält UMTS-Auftrag in Spanien:

(Reuters) Siemens hat von dem spanischen Mobilfunkanbieter Amena den Auftrag zur
Lieferung und Installation eines UMTS-Netzes erhalten. Der Vertrag laufe über fünf Jahre
und habe ein Auftragsvolumen von insgesamt 460 Millionen Euro, erklärte Siemens am
Montag. Insgesamt sei das die 16. Liefervereinbarung für den Aufbau des Netzes für die
dritte Mobilfunkgeneration UMTS, mit der die Übertragung von bewegten Bildern vom
Internet auf das Handy möglich werden, sagte ein Siemens-Sprecher. Bisher hat die
Siemens-Mobilfunksparte Information and Communication Mobile (ICM)
UMTS-Vereinbarungen unter anderem in Deutschland, Schweden und Portugal
unterzeichnet.

Siemens werde in Spanien mehr als 3000 Basisstationen für das UMTS-Netz und das
Kern-Netzwerk von Amena installieren, hieß es in der Mitteilung weiter. Allein 2001 sollen
über 500 Basisstationen geliefert werden. Siemens arbeitet den Angaben zufolge mit
Amena bereits seit 1998 als Lieferant für das GSM-System der zweiten Mobilfunkgeneration
zusammen.

Siemens habe von Amena und dem ukrainischen Mobilfunkbetreiber Ukrainian Mobile
Communications (UMC) außerdem zwei Aufträge zur Implementierung der
Mobilfunk-Technologie GPRS erhalten, teilte der Technologiekonzern weiter mit. Den
Amena-Auftrag bezifferte Siemens auf rund elf Millionen Euro. UMC, ein Joint Venture von
der ukrainischen Ukrtelekom, der Deutschen Telekom, KPN und TeleDanmark, habe
Siemens als Hauptlieferanten für das erste GPRS-System in der Ukraine ausgewählt. Der
kommerzielle Start des Netzes sei für das zweite Quartal 2001 geplant. Ein
Auftragsvolumen wurde nicht genannt.

 

16.03.2001: UMTS-Handys nicht rechtzeitig fertig für UMTS-Start in Japan:

(ZDNet Deutschland) Nur zwei von elf Handy-Herstellern, die sich verpflichtet haben
UMTS-Geräte zu liefern, werden laut dem President des japanischen Mobilfunk-Anbieters
NTT Docomo, Keiji Tachikawa, rechtzeitig zum Startschuss der dritten
Mobilfunk-Generation in Japan im Mai fertig sein.

Nur Matsushita Communications sowie der Elektronikkonzern NEC werden vier passende
UMTS-Handsets vorstellen. Unter den Geräten ist nach Angaben Tachikawas auch ein
Handy, das Videos aufnehmen und verschicken kann.

Der japanische Mobilfunk-Konzern unterzeichnete elf Verträge mit Mobilgeräte-Herstellern
für 16 Handys, doch einige der UMTS-Geräte werden noch weitere zwei Jahre
Entwicklungszeit brauchen, bis sie auf den Markt kommen, meinte der Docomo-President.
Auch die beiden europäischen Handy-Produzenten Nokia und Ericsson können nicht
rechtzeitig liefern, obwohl sie viele Jahre große Summen in die Entwicklung der Geräte der
dritten Mobilfunk-Generation mit Docomo gesteckt haben.

"Der Funktionsumfang der Geräte steigt immer mehr an. Die Software in japanischen
Handsets ist sehr umfangreich, deshalb wird mehr Zeit benötigt,” meinte ein Sprecher eines
Handy-Herstellers, der ungenannt bleiben wollte.

MCI arbeitet an der 3G-Technologie seit fast sieben Jahren und hat dabei rund 50 Millionen
Dollar für die Forschung und Entwicklung ausgegeben. "Wenn das Geschäft nicht in drei bis
vier Jahren startet, werden wir nicht mehr in der Lage sein, weiter in diese Technik zu
investieren," meinte der Generalmanager der Technikabteilung Fujio Sasaki.

Die Hersteller entwickeln an den 3G-Telefonen 1,5 Mal so lange wie an herkömmlichen
Geräten. Auch die Kosten der neusten Handy-Generation sollen bis zu viermal so hoch
sein, wie bei derzeitigen Internet-fähigen Mobiltelefonen.

Der japanischen 3G-Anbieter Docomo schätzt, dass er im ersten Jahr nicht mehr als
150.000 Handsets verkaufen kann. "Der Dienst wird anfangs nur etwas für wenige
Nischen-Anwender sein," sagte der stellvertretende Senior Vize-Präsident von NEC
Mobile-Bereich, Ben Nakamura.

Unterdessen meldet der britische Mobilfunk-Konzern Vodafone, dass er nicht in der Lage
ist, seinen 2,5G-Dienst wie geplant anzubieten. Schuld ist angeblich fehlendes Equipment.

 

15.03.2001: Australien versteigert UMTS-Lizenzen:

(asiainternet) Australien hat heute mit der Versteigerung der UMTS-Lizenzen begonnen.
Insgesamt stehen für ganz Australien 2 Lizenzen zur Verfügung. Analysten nehmen an,
dass davon eine Telstra ersteigern wird und eine Lizenz wohl an C&W Optus gehen wird.

Gerade Telstra und Cable & Wireless Optus haben heute bereits ein Gebot für die Lizenzen
abgegeben. Die Gesamtsumme beläuft sich allerdings gerade erst auf 804 Mio.A-$ (856 Mio.DM).

Auch die britische Vodafone will für eine Lizenz bieten, doch liegt sie heute bereits hinter
den Angeboten von Telstra und Optus.

 

14.03.2001: Mobilcom mit Milliardenverlust:

(ZDNet Deutschland) Der Büdelsdorfer Telekommunikationsanbieter Mobilcom hat laut
einem Bericht des "Handelsblatts" durch die Ersteigerung einer UMTS-Lizenz in
Deutschland für mehr als 16 Milliarden Mark im vergangenen Jahr einen Verlust in Höhe von
über einer Milliarde Mark eingefahren.

Das dicke Minus sei nur durch die Art der Verbuchung nicht aufgefallen: Das Unternehmen
von Gerhard Schmid habe eine Jahresbilanz nach dem internationalen Standard IAS
vorgelegt, durch den die UMTS-Ausgaben erst in zwei Jahren verbucht werden müssen. Der
ausgewiesene Verlust betrug 180 Millionen Mark. Ein Abschluss nach dem
Handelsgesetzbuch (HGB) mache jedoch ein sofortiges Verbuchen der Ausgaben nötig.
Das Resultat: ein zehnstelliger Fehlbetrag.

Laut der Wirtschaftszeitung steht Mobilcom nun Ärger mit den Banken ins Haus, die die Art
der Bilanzierung als unseriös anprangern sollen.

 

13.03.2001: NTT DoCoMo kann nur 2 UMTS-Handys beim Start in Japan anbieten:

(asiainternet) Beim Start des Mobilfunks der dritten Generation im Mai in Japan wird es nur
zwei Handys für diesen Service geben. Doch das wird NTT DoCoMo nicht davon abhalten
diesen Standard einzuführen. Lediglich NEC und Matsushita werden in der Lage sein,
UMTS-Handys zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen.

Ein NTT DoCoMo-Sprecher erwartet in diesem Jahr gerade mal 150.000 UMTS-Nutzer.
Deswegen reichen auch diese zwei Handymodelle. Außerdem werden auch die anderen
Hersteller in Kürze Modelle herausbringen. Auch die Analysten sehen keinen negativen
Effekt. Sie vergleichen den 3G-Start mit dem i-mode-Start. Damals gab es sieben Monate
lang nur ein Modell, was den Erfolg nicht schmälerte. Mittlerweile verkauft man
50.000 - 60.000 i-mode-Handys jeden Tag.

 

12.03.2001: Etablierung von UMTS in Japan und Südkorea verschiebt sich:

(asiainternet) Wie es scheint, wird sich die Etablierung von UMTS, die Einführung des
Mobilfunk der 3. Generation ( 3G), in ganz Japan verschieben. Als erstes meldete Japan
Telecom, dass die Einführung frühestens im Sommer 2002 erfolgen wird. Eigentlich sollte
der Startschuss bereits in diesem Jahr fallen.

Die Hoffnung der Mobilfunkanbieter weltweit ist, dass UMTS zum Handy Standard der
Zukunft wird. In Europa sind bekanntlich bereits riesige Geldsummen für die Lizenzen
ausgegeben worden. Hohe Installationskosten stehen dagegen der Deutschen Telekom
beispielsweise noch bevor.

Japan galt bisher als Vorreiter der neuen Technologie. Auch gibt NTT DoCoMo bekannt,
dass die Einführung planmäßig am 31. Mai erfolgen soll. Experten geben allerdings zu
bedenken, das NTT DoCoMo nicht die neueste Technologie dafür einsetzen wird. Daher
werden auf die Firma noch immense Nachrüstkosten zukommen.

Auch Südkorea hat die Einführung zunächst verschoben. SK Telecom will die Kosten für
das Projekt zuerst mit dem alten Netz erwirtschaften.

Bisher zweifeln Analysten daran, dass sich der Service überhaupt rentiert. Ob die Kunden
UMTS Services überhaupt nutzen werden bleibt fragwürdig und könnte über Wohl und Wehe
selbst der großen Telekommunikationsunternehmen entscheiden. Unter Umständen könnte
es passieren, dass nicht einmal die Entstehungskosten refinanziert werden können.

 

09.03.2001: UMTS-Lizenznehmer befürworten Kooperationen beim Netzbaufbau:

(dpa-AFX) - Mehrere UMTS-Lizenznehmer haben an die Regulierungsbehörde für
Telekosmmunikation appelliert, möglichst weitgehende Kooperationen beim Aufbau der
neuen Mobilfunknetze zuzulassen. Angesichts der drückenden Zinslast müssten alle
Sparpotenziale ausgeschöpft werden, zitiert das "Handelsblatt" am 09.03.2001
E-Plus-Geschäftsführer Horst Lennertz.

Die Zusammenarbeit darf laut Lennertz nicht auf die gemeinsame Nutzung von Standorten
beschränkt sein. Er forderte gemeinsam genutzte Antennen und Sendetechnik. Auch Viag
Interkom und die France Telecom-Tochter Mobilcom sprachen sich für die Zusammenarbeit
mehrerer Anbieter aus.

Experten schätzen die Kosten für den UMTS-Netzaufbau auf rund 100 Mrd. DM pro
Anbieter. Nach den Lizenzauflagen müssen die einzelnen Betreiber bis Ende 2003 mit ihren
Netzten ein Viertel der Bevölkerung abdecken.

 

05.03.2001: Sonera-Chef sieht sein deutsches UMTS-Netz in 2006 profitabel:

Der Vorstandschef des finnischen Telefonkonzerns Sonera , Kaj-Erik Relander, geht davon
aus, dass sein deutscher UMTS-Ableger bereits im Jahre 2006 schwarze Zahlen schreiben
wird. Das berichtete am 05.03.2001 die finnische Tageszeitung "Aamulehti" in Helsinki.
Sonera hatte im vergangenen Jahr zusammen mit der spanischen Telefonica eine von
insgesamt sechs UMTS-Lizenzen in Deutschland erworben.

Relander bezeichnete demnach den Milliarden teuren Erwerb dieser Lizenz noch einmal als
eine richtige Entscheidung. Dennoch würde eine Investition dieser Art heute doch kleiner
ausfallen, so Relander im Interview.

"Wir erwarten keinen so schweren 'UMTS-Kater', unter dem die ganze Welt derzeit zu
leiden scheint". Gefragt nach der Konzernstruktur meinte Relander, dass es leichter sei,
das Unternehmen zu führen, wenn der Staat nicht noch immer Großaktionär wäre.

 

02.03.2001: Belgien versteigert UMTS-Lizenzen zum Mindestpreis:

Belgien hat am 02.03.2001 bei der Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen nur den
Mindestpreis erzielen können. Bereits nach einer Runde sei die Versteigerung beendet
worden, teilte die belgische Telekom-Regulierungsbehörde BIPT mit. Dabei sei der Erlös von
450 Millionen Euro weit unter den Erwartungen geblieben. Die BIPT habe drei von vier
Lizenzen für 20 Jahre an die französische Mobistar, eine Tochter der France-Telecom, die
KPN-Tochter KPN Orange sowie Proximus, eine Tochtergesellschaft von Belgacom und
Vodafone vergeben. Die ersten UMTS-Auktionen in Deutschland und Großbritannien
vergangenes Jahr hatten dagegen hohe Erlöse gebracht.

Nach Angaben der BIPT haben Mobistar und Orange ihre Lizenzen für jeweils 150 Millionen
Euro erworben. Proximus habe 150,2 Millionen Euro bezahlt. Proximus zahlte nach eigenen
Angaben für eine weniger störanfällige Lizenz einen etwas höheren Preis. Das
Mindestangebot lag bei 150 Millionen Euro. Der belgische Staat hatte mit 60 Milliarden
belgischen Francs gerechnet. In Deutschland hatte die Versteigerung der sechs
UMTS-Lizenzen dem Bund im August 100 Milliarden DM gebracht.

Nach Angaben der Regulierungsbehörde sollen die Lizenznehmer die UMTS-Leistung ab
dem 1. Januar 2002 anbieten. Was mit der vierten Lizenz geschehen solle, sei noch nicht
entschieden, sagte der Chef der BIPT, Eriv van Heelsvelde.

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