31.01.2001: Bewerbungsfrist für UMTS-Mobilfunklizenzen in Frankreich endet:

In Frankreich endet am 31.01.2001 die Bewerbungsfrist für die UMTS-Mobilfunklizenzen.
Bis Mittag können sich bei der Pariser Aufsichtsbehörde ART Kandidaten für die vier
angebotenen Lizenzen melden. Der Kreis der möglichen Bewerber reduzierte sich am
30.01.2001 auf zwei, so dass die Regierung höchstens noch die Hälfte der erhofften
Einnahmen von 130 Mrd. Franc erlösen kann.

Während die Lizenzen in Deutschland für insgesamt fast 100 Mrd. DM versteigert wurden,
sollen sie in Frankreich zu einem festen Preis auf 15 Jahre verpachtet werden. Bislang
reichte nur der Mobilfunk-Betreiber SFR eine Bewerbung ein. Konkurrent Orange will seine
Kandidatur am Mittwoch anmelden. Der Mobilfunk-Betreiber Bouygues stieg dagegen
wegen "abschreckender" Vergabebedingungen aus dem Verfahren aus.

 

30.01.2001: PCCW will UMTS-Lizenz in HK und Singapore:

PCCW, das Internet- und Telekomunternehmen von Richard Li, wird versuchen sowohl eine
UMTS-Lizenz in Hongkong als auch eine in Singapore zu bekommen. Dies schreibt die
"South China Morning Post" unter Berufung auf Richard Li. Dieser erklärte gegenüber dem
Blatt, dass man auf jeden Fall um eine Lizenz der dritten Mobilfunkgeneration in Hongkong
mitbieten wird. Auch der Singaporer Markt sei für die Region so wichtig, dass man es sich
nicht erlauben kann, sich dort nicht um eine Lizenz zu bemühen. Eine Lizenz in Singapore
wird nach Zeitungsberichten zufolge mindestens 668,5 Mill HK-$ kosten.

 

26.01.2001: Nur noch drei Kandiadten für vier UMTS-Lizenzen in Frankreich:

Für die vier zu vergebenden UMTS-Mobilfunklizenzen in Frankreich interessieren sich
voraussichtlich nur noch die drei Mobilfunkanbieter des Landes. Der mit dem spanischen
Mobilfunkanbieter Telefonica Moviles verbündete Versorger Suez Lyonnaise des Eaux
kündigte am Mittwoch in Paris an, dass man gemeinsam entschieden habe, sich nicht für
eine der Lizenzen bewerben zu wollen. Die Kosten für die Lizenz seien zu hoch, teilte Suez
Lyonnaise weiter mit. Der von der französischen Regierung für die Lizenzen festgesetzte
Preis von 32,5 Milliarden Francs (9,685 Milliarden Mark) reflektiere nicht die Marktsituation.

Die französische Regierung teilte mit, die Entscheidung des Konsortiums berühre das
Vergabeverfahren für die Mobilfunklizenzen nicht. Als Bewerber gelten nun nur noch
Marktführer France Telecom, Vivendi und Bouygues Telecom. Die Deutsche Telekom hatte
bereits im November entschieden, nicht an dem Vergabeverfahren teilzunehmen, da man
nicht ohne eigene Kundenbasis in Frankreich auftreten will.

 

18.01.2001: Heisser Kampf um UMTS-Starttermin:

Ursprünglich sollten die ersten UMTS-Netze in Deutschland ab 2003 funktionieren. Lediglich
Mobilcom setzte von Anfang für den Start seines UMTS-Netzes bereits für Mitte 2002 an.
Das verkündete der Chef des Mobilfunkanbieters Gerhard Schmid zumindest noch vor einer
Woche bei dem ersten Test vor Journalisten. Jetzt macht jedoch T-Mobil den ersten
UMTS-Starttermin streitig.

Das Telekom-Tochterunternehmen T-Mobil setzte vor kurzem den gleichen Termin für das
neue Netz an wie Mobilcom. Daraufhin erklärten die Büdelsdorfer Netzbetreiber am
16.01.2001, man werde die Exklusivität der Ericsson-Verträge aufgeben und prüfen, ob man
weiteren Netzausrüstern Aufträge erteilt. "Wir wollen als Erster mit UMTS auf dem
deutschen Markt sein", sagte Schmid. "Dieses Ziel hat höchste Priorität. Wir nutzen alle
Möglichkeiten, um diesen Vorsprung für Mobilcom zu sichern."

 

17.01.2001: MobilCom dementiert Abbruch der UMTS-Verhandlungen mit Ericsson:

Der Telefonkonzern MobilCom hat einen Pressebericht dementiert, wonach das
Unternehmen seine UMTS-Infrastruktur nicht vom schwedischen Telekomausrüster
Ericsson beziehen wird. Ein Sprecher sagte auf Anfrage, der Bericht der "Telebörse" sei
falsch, die Vereinbarung mit Ericsson bestehe weiter.

Der Sprecher betonte aber nochmals, dass MobilCom derzeit prüfe, ob neben Ericsson
noch ein weiterer Lieferant mit ins Boot genommen werden soll. Im diesem Zusammenhang
war am Dienstag über mögliche zusätzliche Verträge mit Siemens, Nokia oder Alcatel
gesprochen worden.

Mit Ericsson habe MobilCom bereits im Oktober 2000 ein Abkommen zum Aufbau des
UMTS-Anschlusses geschlossen.

 

16.01.2001: NEC erhält Autrag von Telecom Italia Mobile:

Der japanische Computerhersteller NEC hat einen Auftrag zur Lieferung von
UMTS-Mobilfunktechnologie für eine Testreihe vom italienischen Mobilfunkanbieter Telecom
Italia Mobile erhalten. NEC werde bei der Entwicklung der Technologie, die ab Frühjahr
ausgeliefert werden soll, mit Siemens zusammenarbeiten, sagte eine Sprecherin des
Unternehmens am Montag. Die Technologie solle im Frühjahr in der italienischen Stadt
Padua getestet werden, hieß es weiter. Zum Wert des Auftrages wollte NEC keine Angaben
machen.

Dies ist der erste Auftrag eines europäischen Mobilfunkanbieters an einen japanischen
Ausrüster. Die Aktien von NEC gingen gestützt vom schwächeren Yen gegen den Dollar
und nach guten Vorgaben der US-Technologiebörse Nasdaq am Montag um 3,09 Prozent
höher aus dem Handel in Tokio.

Der neue Mobilfunkstandard UMTS soll eine schnellere Datenübertragung über Handys
ermöglichen und Mobilfunkgeräte zu alltäglichen multimedialen Arbeitsmitteln machen. Der
neue Standard soll in Europa ab 2002 zum Einsatz kommen.

 

12.01.2001: Mobilcom erwartet Ende der GSM-Handytechnik für 2010:

Der Telefonkonzern Mobilcom rechnet damit, dass spätestens im Jahr 2010 das aktuelle
Mobilfunknetz nach dem GSM-Standard abgeschaltet wird, weil die neue UMTS-Technik
sich durchsetzt.”GSM wird verschwinden, wie das C-Netz verschwunden ist”, sagte
Firmenchef Gerhard Schmid am 10.01.2001 in Büdelsdorf bei Rendsburg, als er das erste
funktionierende UMTS-Sendenetz seines Unternehmens der Öffentlichkeit vorstellte.

Schmid erwartet, dass spätestens in den Jahren 2008 bis 2010 rechnerisch jeder Deutsche
ein Handy hat, viele sogar zwei oder drei. Zurzeit besitzen etwa 40 Millionen der rund 80
Millionen Deutschen ein Handy.

Der Vorstandschef von Mobilcom geht davon aus, dass der neue Standard UMTS das alte
GSM wegen der technischen Überlegenheit überrollen wird. Schon heute stoße das
GSM-Netz an seine Grenzen, sagte Schmid. Zusammen mit dem schwedischen
Netzausrüster Ericsson hat Mobilcom ein kleines UMTS-Netz um den Firmensitz herum
aufgebaut. Schmid bekräftigte, Mobilcom wolle Mitte 2002 als erster deutscher Anbieter
sein UMTS-Netz in Betrieb nehmen.

In einer öffentlichen Vorführung der ersten Mobilcom-UMTS-Zelle wurden schnelle
Übertragungen von Bildern, Sprache und Videos gezeigt. Die Übertragungsgeschwindigkeit
war schneller als bei zahlreichen Festnetz-Anschlüssen für das Internet. Mobilcom hatte für
rund 16 Milliarden Mark eine deutsche UMTS-Lizenz erworben und Ericsson als
Netzausrüster gewonnen.

 

09.01.2000: Schweiz überprüft UMTS-Vergabe:

Bei der UMTS-Auktion in der Schweiz soll einiges nicht mit rechten Dingen zugegangen
sein. Das Schweizer Bundesamt für Kommunikation geht Gerüchten über Absprachen
zwischen der Deutschen Telekom und Tele Danmark nach.

Demnach soll die Telekom der Hauptaktionärin von Sunrise/diax bei der Versteigerung den
Vortritt gelassen haben. Als Grund wurde das Interesse des Bonner Konzerns an einem
Einstieg bei Tele Danmark genannt. Die Telekom wolle bei einer in der Schweiz bereits
aktiven Mobilfunkfirma einsteigen, hieß es aus Branchenkreisen.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, hätten die beiden Telekomunternehmen gegen die
Auktionsregeln verstoßen. Im schlimmsten Fall könnte der Diax-Tochter Speed die UMTS-
Lizenz entzogen werden.

Die Deutsche Telekom wollte nicht Stellung nehmen. Spekulationen würden grundsätzlich
nicht kommentiert, hieß es.

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