27.04.2001: E-Plus schließt mit Ericsson und Lucent UMTS-Deal:

(ZDNet Deutschland) - Ericsson und Lucent Technologies werden für E-Plus das
UMTS-Netz in Deutschland errichten. Der Mehrheitsgesellschafter des drittgrößten
Mobilfunk-Providers, KPN Mobile, hat die beiden Unternehmen mit dem Aufbau dieses
Netzes in Deutschland, den Niederlanden und Belgien beauftragt.

Ein entsprechendes Memorandum of Understanding (MOU) haben die Partner
unterzeichnet. Dabei haben sie sich für die Einrichtung einer gemeinsamen Infrastruktur mit
einheitlicher Architektur entschieden, um die gleichen UMTS-basierten Services und
Dienstleistungen in allen drei Ländern einzuführen. Die Verträge haben in den ersten beiden
Jahren einen Anfangswert von 200 Millionen Euro.

Für die E-Plus Kunden heißt dies, dass in ausgewählten deutschen Regionen ab Ende
2002 erste UMTS-basierte Produkte angeboten werden könnten. Ericsson und Lucent
werden gemeinsam das Funknetz errichten, das den Zugang zu UMTS ermöglicht. Das
Vermittlungssnetz für hohe Datenraten wird von Ericsson aufgebaut.

Die Vorbereitungen haben bereits vor einiger Zeit begonnen. In den nächsten Monaten
startet in einigen Ballungsgebieten in allen drei Ländern der Netzaufbau. Die ersten
Feldversuche sind für Ende 2001 angesetzt. Eine wesentliche Voraussetzung für die
Einhaltung dieses Zeitplans ist jedoch die Verfügbarkeit von UMTS-Endgeräten.

 

20.04.2001: Siemens IC Mobile erhält Auftrag von Radiolinja für UMTS-Technologie:

(dpa-AFX) - Siemens Information and Communication Mobile (IC Mobile), eine Tochter des
Siemens-Konzerns , hat von der finnischen Oy Radiolinja AB einen Auftrag zur Installation
von UMTS-Mobilfunktechnologie erhalten.

Finanzielle Angaben zu dem Abschluss machte das Unternehmen nicht. Jedoch plane
Radiolinja in den kommenden fünf Jahren 670 Mio. Euro in die UMTS-Infrastruktur zu
investieren, erklärte Siemens. Mit 17 Aufträgen in den vergangenen sechs Monaten sei IC
Mobile der drittgrößte europäische Lieferant von UMTS-Technologie, hieß es.

 

19.04.2001: MobilCom kooperiert mit E-Plus:

(Finance Online) - Der Mobilfunkanbieter E-Plus vermietet GSM-Netzkapazitäten an die
MobilCom Multimedia GmbH, die UMTS-Tochter der MobilCom AG. Der entsprechende
Vertrag läuft bis Ende 2012.

Nach dieser sog. "National Roaming"-Vereinbarung können MobilCom-Kunden auch
außerhalb der Netzabdeckung durch das UMTS-Netz der MobilCom mobile GSM-Sprach-
und Datendienste über das E-Plus Netz bundesweit nutzen. Dabei soll der Netzübergang
auch während bestehender Verbindungen unterbrechungsfrei erfolgen.

Die Nutzung des E-Plus Netzes ist ab Herbst dieses Jahres möglich, so dass MobilCom
bereits während der Aufbauphase des UMTS-Netzes hochwertige Mobilfunkdienste,
insbesondere Sprach- und schnelle Datendienste über GPRS unter eigener Marke
bundesweit anbieten kann.

 

18.04.2001: FTD: Gemeinden gefährden fristgerechten Aufbau des UMTS-Netzes:

(dpa-AFX) - Der Aufbau des UMTS-Netzes droht sich nach Informationen der "Financial
Times Deutschland" (FTD) erheblich zu verzögern. Nach mehreren bayerischen Gemeinden
weigere sich nun auch die nordhessische Stadt Fulda, Baugenehmigungen für
Mobilfunkmasten zu erteilen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf den Sprecher der
Stadtverwaltung Fulda Bernhard Maßberg.

Zunehmenden Widerstand leisten der Zeitung zufolge auch Bürgerbewegungen, die den Bau
der Masten verhindern wollen. Der niedersächsische Anwalt für Umweltrecht Wilhelm
Krahn-Zembol betreue bereits mehrere hundert Prozesse. Er rechnet damit, dass die
rechtlichen Auseinandersetzungen bis in die höchste Instanz gehen werden und mehrere
Jahre in Anspruch nähmen.

Mobilcom und T-Mobil wollen der Klagewelle mit einer Aufklärungskampagne vorbeugen.
"Die Proteste beruhen meist auf Diesinformation", sagte Mobilcom-Sprecher Matthias
Quaritsch der FTD.

Bis 2005 müssten die 6 UMTS-Betreiber - Deutsche Telekom, Mannesmann Mobilfunk,
Viag Interkom, E-Plus/Hutchison, Mobilcom/France Telecom und die Gruppe 3G -
mindestens 50 Prozent des Bundesgebiets mit dem neuen Mobilfunkstandard abdecken.

Für den Fall, dass die geforderte UMTS-Netzabdeckung bis 2005 wegen behördlicher
Maßnahmen nicht gesichert werden könne, wolle Mobilcom die Lizenzgebühren vom
deutschen Staat zurückfordern.

 

17.04.2001: Vodafone: Erster Anruf über das UMTS-Netz:

(tecChannel.de) - Die Mobilfunkbetreiber arbeiten intensiv am Aufbau des UMTS-Netzes.
Wie der britische Konzern Vodafone am heutigen Dienstag mitteilte, sei ein erster Anruf
über das britische UMTS-Netz gelungen.

Die Tester benutzten laut Vodafone für das Gespräch über das Mobilfunk-Netz der dritten
Generation einen Handy-Prototypen. Das britische UMTS-Netz des Konzerns besteht
bislang aus 30 Funkstationen im Themsetal im Süden Englands. Vodafone baut seit
vergangenem Herbst mit der Technik des schwedischen Ericsson-Konzerns ein Netz nach
UMTS-Standard auf, der neben digitaler Sprachübertragung unter anderem mobiles Internet
und Videokonferenzen in Auto und Zug ermöglichen soll.

Ab dem zweiten Quartal 2002 soll das UMTS-Netz zunächst in den Ballungsräumen
genutzt werden können. 2007 will das Unternehmen 80 Prozent der britischen Bevölkerung
erreichen. Vodafone hat für seine Tochterfirma Mannesmann Mobilfunk (D2 Vodafone ) auch
in Deutschland eine der milliardenschweren UMTS-Lizenzen ersteigert.

 

13.04.2001: NTT DoCoMo kooperiert mit SAP:

(asiainternet) - Am 12.04.2001 erfolgte die Bekanntgabe einer Kooperation zwischen NTT
DoCoMo und SK Telecom. Durch die Partnerschaft wird NTT DoCoMo einen 14,5 %-Anteil
an SK Telecom im Wert von 5 bis 6 Mrd US-$ bekommen. Die Gesellschaften hatten sich
zwar schon länger in Gesprächen befunden, sich just gestern aber erst einigen können.

Nun möchte NTT DoCoMo im Bereich UMTS auch mit SAP kooperieren. Ziel ist vorerst die
spezifische Entwicklung eines Internetangebots von SAP. Dabei soll es dem
Softwareanbieter möglich sein, seine Produkte über UMTS an Geschäftskunden zu
vertreiben.

 

12.04.2001: debitel verkauft UMTS-Produkte von D2:

(dpa) - Die Stuttgarter Telefongesellschaft debitel wird künftig UMTS-Mobilfunkprodukte von
D2 Vodafone vermarkten. Darüber hinaus strebt debitel Partnerschaften mit drei weiteren
UMTS- Lizenzinhabern an.

Welche dies sind, wollte Vorstandschef Peter Wagner am 10.04.2001 in Stuttgart allerdings
nicht sagen. debitel hatte sich im vergangenen Sommer frühzeitig aus dem Milliarden
schweren Bietergefecht um die UMTS-Lizenzen zurückgezogen. Im vergangenen Jahr
konnte debitel Kundenzahl und Umsatz deutlich steigern. Die Erlöse legten um 32 Prozent
auf 2,6 Milliarden Euro (5,1 Mrd DM) zu. Die Zahl der Kunden wuchs sogar um 83 Prozent
auf 8,6 Millionen, berichtete das zur schweizerischen Swisscom AG (Bern) gehörende
Unternehmen. Das Konzernergebnis stieg um sechs Millionen auf 40 Millionen Euro. Die
Zahl der Beschäftigten erhöhte sich um rund ein Viertel auf 3 100.

Die guten debitel-Zahlen erfreuten auch die Mutter in der Schweiz. Der erstmals ganzjährig
einbezogene Umsatz von debitel trug zum Umsatzwachstum der Swisscom von 27,5
Prozent auf 14,1 Milliarden Franken (17,6 Milliarden DM) bei. Zwar sank das operative
Ergebnis wegen sinkender Telefonpreise in der Schweiz um 26,2 Prozent auf 1,8 Milliarden
Franken. Doch konnte die Swisscom ihren Reingewinn massiv um 32,2 Prozent auf knapp
3,2 Milliarden Franken steigern. Hauptgrund waren Verkäufe von Beteiligungen an
Kabelfernseh-Unternehmen und Telefonfirmen.

 

11.04.2001: Nokia doht der Rückruf von Mio. Handys:

(tecChannel.de) Nokia muss in den USA möglicherweise Millionen von Handys zurückrufen,
da diese nicht mit den neuen 3G-Netzen kompatibel sind, die in den USA noch dieses Jahr
starten. Das berichtet die Zeitschrift Computerworld.

Laut Computerworld hat Nokia den Fehler letzte Woche entdeckt. Demnach sind die derzeit
in den USA gebräuchlichen Handymodelle 2100, 5100 und 6100 wegen eines
Softwarefehlers nicht fähig, das CDMA -Protokoll des Mobilfunks der dritten Generation (3G)
zu nutzen. Große US-Telefongesellschaften wie Sprint und Verizon Wireless wollen ihr
3G-Netz noch in diesem Jahr starten.

CDMA wird bisher in den USA und in Asien benutzt. Mit der neuen Mobilfunkgeneration
UMTS soll CDMA auch in Europa eingeführt werden und langfristig den derzeit üblichen
GSM -Standard ablösen. Es gehört zu den so genannten Spread-Spectrum-Technologien,
bei denen auf einem sehr breit belegten Frequenzband übertragen wird. Dabei senden alle
Nutzer zur selben Zeit auf dem gleichen Frequenzband. Da jedes Sender/Empfänger-Paar
über einen exklusiven Code verfügt, kann der Empfänger aus dem Signalgemenge das für
ihn bestimmte Sendesignal herausfischen. Dadurch sind auch höhere Übertragungsraten
möglich.

Die aktuellen Nokia-Handys unterstützen diesen Standard wegen eines Softwarefehlers
noch nicht. Daher könnte es sein, dass der Handy-Weltmarktführer diese Mobiltelefone
zurückrufen muss. Nokia betonte, dass der Fehler durch einen Software-Patch für die
Mobilfunk-Basisstationen behoben werden könne. Mit diesem Patch könnten sich Benutzer
älterer Handymodelle in das 3G-Netz einwählen, sagte eine Nokia-Sprecherin. "Der Rückruf
von Millionen von Handys wird dadurch vermieden."

Die wichtigsten Telefon-Carrier stehen dem Software-Patch laut Computerworld aber
skeptisch gegenüber und fordern eine genaue Überprüfung. Deutlicher formulierte es der
Vertreter eines Carriers, allerdings unter dem Deckmantel der Anonymität: "Es ist allein das
Problem von Nokia. Da wir etwa 250.000 Nokia-Handys in unseren Geschäften liegen
haben, sollte Nokia diese zurückrufen und neue Chipsätze einbauen. Wir wollen diese
Telefone in dieser Form nicht an unsere Kunden verkaufen", sagte er gegenüber
Computerworld.

 

10.04.2001: UMTS: Frankreich prüft Ausschreibung von Rest-Lizenzen:

(Wallstreet-Online) - Aus Enttäuschung über das Ergebnis der Versteigerung der ersten
beiden UMTS-Mobilfunklizenzen trägt sich die französische Regierung mit den Gedanken,
die Ausschreibung der noch übrigen zwei Lizenzen bis nach den Präsidentschafts- und
Parlamentswahlen im Frühjahr 2002 zu verschieben. Angesichts der derzeit schwierigen
Situation hält es die Staatsführung offenbar für besser, so lange abzuwarten, bis die Märkte
ihr Vertrauen zurückgewonnen hätten. Im Januar des Jahres endete die erste
UMTS-Ausschreibung in einer Pleite, weil sich für die insgesamt vier Lizenzen mit Orange
(France Télécom) und SFR (Vivendi Universal) nur zwei Interessenten fanden.

 

09.04.2001: Luxemburg startet UMTS-Ausschreibung nach Sommerpause:

(dpa-AFX) - Luxemburg will mit der Ausschreibung seiner vier UMTS-Mobilfunklizenzen nach
der Sommerpause beginnen. Wie Camille Hierzig von der Luxemburger
Regulierungsbehörde ILR am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte, wird es keine
Versteigerung geben. Geplant sei ein Gütewettbewerb, um die neue Mobilfunktechnik im
Januar 2002 einzuführen. Statt Geld sollten Gütekriterien wie Verbraucherfreundlichkeit und
Kooperation über die Vergabe der Lizenzen entscheiden.

Voraussetzung für die Vergabe sei beispielsweise die gemeinsame Nutzung von
Infrastrukturen wie Mobilfunkmasten. Luxemburg will eine Jahresgebühr von 0,2 Prozent des
Umsatzes erheben. "Damit soll nicht wie in anderen Ländern der Staatshaushalt saniert
oder gestärkt werden", sagte Hierzig. Das Geld fließe der Regulierungsbehörde zu, um die
Überwachungsfunktion zu sichern. Der Mobilfunk solle im Interesse des Kunden so billig
wie möglich werden.

Der Ministerrat Luxemburgs hatte eine Liste mit den Kriterien verabschiedet. Überprüft wird
laut Hierzig von dieser Woche an, ob das neue Gesetz verfassungskonform ist und den
europäischen Wettbewerbsrichtlinien entspricht. Nach der großherzoglichen Bestätigung
könne der Wettbewerb nach der Sommerpause beginnen. Die beiden Mobilfunkanbieter in
Luxemburg, die Post als staatliches Unternehmen und der zur skandinavischen Gruppe
Millicom gehörende Anbieter Tango, hatten bereits Interesse an den Lizenzen bekundet.

 

06.04.2001: Japan vor dem Start in das UMTS-Zeitalter:

(Wallstreet-Online) - Im Mai ist es so weit: NTT DoCoMo, der führende japanische
Mobilfunkanbieter, setzt nächsten Monat das weltweit erste UMTS-Netz in Betrieb. Wie die
japanischen Telekommunikationsfirmen so sind auch die europäischen Handy-Anbieter
davon überzeugt, dass die neue Technologie ein Erfolg wird. Doch schon jetzt gibt es
kritische Stimmen zur neuen Handy-Welt. Zunächst einmal kommen nur Anbieter im
Großraum Tokio in den Genuss der dritten Generation. Schon bald können die Bewohner
der japanischen Hauptstadt Video-Mails verfassen, sich einen Film auf ihr Handy
downloaden oder das aktuelle Pop-Konzert in Real-Time auf ihrem Handy verfolgen. Weit
verbreitet ist schon jetzt das von NTT DoCoMo entwickelte i-mode, die Vorstufe zu UMTS.

Mit i-mode-Handys ist es schon seit einiger Zeit möglich, im Internet zu surfen oder E-mails
via Handy zu versenden. Sehr gerne wird auch über i-mode von den Japanern eingekauft.
Insgesamt gibt es über 37.000 Homepages, die über das i-mode-Netz abgerufen werden
können. Wenn NTT DoCoMo demnächst sein Netz für andere Anbieter wie beispielweise
Japan Telecom öffnet, werden es sogar noch mehr Sites werden. Mobil im Internet surfen,
ist bei den Japanern äußerst beliebt. Während in Europa die WAP-Technik nie ihren
Durchbruch geschafft hat, gehört Surfen über i-mode zu der beliebtesten Methode in Japan,
online zu sein. Ab Mai kommt nun FOMA. So nennt NTT DoCoMo sein UMTS-Netz.

Vorab sind von japanischen Medien schon zahlreiche Probleme aufgezeigt worden. Zum
einen gäbe es technische Schwierigkeiten. Diese Zweifel hat NTT allerdings ausgeräumt, da
es an dem Starttermin für das neue Netz festgehalten hat. Zum anderen ist die Problematik
der Endgeräte erwähnt worden. Es gibt Befürchtungen, dass es zwar ein UMTS-Netz ab
Mai in Japan geben wird, allerdings entsprechende Handys nicht zur Verfügung stehen
werden. Sony will ein UMTS-fähiges Handy bis Ende des Jahres auf den Markt bringen.
Matsushita Electronics hofft, schon eher ein entsprechendes Produkt den Kunden anbieten
zu können.

Nobuyuki Idei, Vorstand von Sony, weist allerdings auf eine noch ganz andere Problematik
hin: Die Erwartungen an 3G (UMTS) sind in Europa und hier in Japan zu hoch. Viele Leute
sind schon mit den normalen Handys oder mit den i-mode-Handys zufrieden, warnt der
japanische Industrielle. Die Augen der Mobilfunkbranche werden sich also in nächster Zeit
nach Japan richten. Vor allem für die Europäer, die als nächstes die UMTS-Technologie
einführen wollen, wird der Erfolg oder Misserfolg von FOMA klären, inwiefern sich die hohen
Investitionen für Lizenzen und Technik bezahlt machen werden.

 

05.04.2001: DoCoMo will die 4. Mobilfunkgeneration schon im Jahr 2007:

(Heise) - Kouji Ohboshi, Vorsitzender des japanischen Mobilfunkkonzerns NTT DoCoMo,
wünscht sich die 4. Generation der Mobiltelefonie schon im Jahre 2007, drei Jahre vor dem
bisher geplanten Einführungstermin. Das gab er im Rahmen eines Mobilfunkforums in Tokio
bekannt - zu einem Zeitpunkt, zu dem noch nicht einmal die 3. Generation am Markt ist.

Den Hintergrund für seinen Optimismus bildet die Ankündigung DoCoMos, mit der
anstehenden 3. Generation sehr zeitig, nämlich bereits in zwei Monaten starten zu wollen.
Damit würde DoCoMo gelingen, was Analysten in letzter Zeit erheblich in Zweifel ziehen,
nämlich einen Start der UMTS-Derivate noch in diesem Jahr. Vielmehr gehen die Analysten
auf Grund der bekannt gewordenen technischen Probleme oder Verzögerungen auf Seiten
der Infrastruktur- wie auch Endgeräteanbieter von einer Verzögerung der
UMTS-Einführungen um drei Jahre aus. In Japan hatte im letzten Monat DoCoMos
Hauptkonkurrent, die Japan Telecom, den Start seiner 3G-Dienste auf Juli 2002 verschieben
müssen, da eine verlängerte Testphase nötig werde.

Die 4. Mobilfunkgeneration, für die DoCoMo in Zusammenarbeit mit Motorola derzeit erste
Endgeräte entwickelt, soll auf der Basis der hier nochmals verbesserten
Datenübertragungsleistungen noch umfangreichere und Dienste-integrierte Online-Services
ermöglichen.

 

04.04.2001: Ärztekammer: Mehr Gesundheitsbeschwerden durch UMTS:

(Reuters) - Der Bau von bis zu 50.000 zusätzlichen Sendeanlagen für die neue
Mobilfunk-Generation UMTS wird nach Einschätzung der Bundesärztekammer verstärkt zu
Gesundheitsbeschwerden führen. Offenbar reagiere eine zunehmende Zahl von Menschen
empfindlich auf elektromagnetische Felder, sagte Professor Heyo Eckel, Vorsitzender des
Ausschusses Gesundheit und Umwelt der Bundesärztekammer, am 04.04.2001 auf einer
Anhörung seiner Organisation in Berlin. Dabei waren sich Wissenschaftler, Netzbetreiber
und Verbraucherschützer einig, dass ein Zusammenhang zwischen Sendebetrieb und der
Elektrosensibilität wissenschaftlich bislang nicht belegt ist. Die Ärztevertreter wiesen aber
darauf hin, dass manche Betroffene tatsächlich litten.

Durch den Ausbau der Mobilfunknetze für eine schnelle Datenkommunikation nach dem
neuen UMTS-Standard wird die Zahl der Basisstationen in Deutschland nach Angaben der
Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherschutzverbände von derzeit 33.000 auf über 80.000
steigen. Den Anteil der von Elektrosensibilität betroffenen Menschen schätzte Dr. Jörg
Reißenweber von der Universität Witten-Herdecke auf zurzeit rund ein Prozent der
Bevölkerung. Allerdings sei dieses Leiden bisher nicht als eigenständiges Krankheitsbild
anerkannt, erklärte Reißenweber.

Eckel sagte der Nachrichtenagentur Reuters, auch die Psyche und schon die Furcht vor
elektromagnetischen Wellen habe erheblichen Einfluss auf die Gesundheit. "Wir wissen,
Angst kann auch krank machen." Betroffene kämen mit Schlafstörungen, Migräneattacken
und Herzbeschwerden zu ihren Ärzten.

Die Mitglieder der Bundesärztekammer befragten bei der Anhörung Vertreter von
Mobilfunkbetreibern, Verbraucherschutzverbänden und öffentlichen Institutionen sowie
Wissenschaftler und Mediziner. Die Kammervertreter kamen in der Veranstaltung zu dem
Schluss, dass ein erheblicher Handlungsbedarf bei der Erforschung der Auswirkungen von
elektromagnetischen Feldern auf die Gesundheit besteht. Dabei seien auch die
verantwortlichen Politiker, sagte Professor Eckel.

 

03.04.2001: Orange und MobilCom benennenAusrüster für UMTS-Netze:

(dpa) - Nach der milliardenschweren Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen stellen die
Telekommunikationsfirmen nun erste Weichen für den Aufbau der erforderlichen Netze. Am
03.04.2001 gaben die deutsche MobilCom und die französische Orange bekannt, wer für sie
die Infrastruktur zur Nutzung der neuen Technik aufbauen soll.

Die Büdelsdorfer MobilCom hat nach Ericsson jetzt auch Nokia für die Errichtung eines
UMTS-Netzes ins Boot geholt. Für Orange, die Mobilfunktochter der France Telecom, sollen
Nokia und Alcatel die Grundlagen schaffen.

Die skandinavischen Unternehmen sollen sich das Auftragsvolumen bei MobilCom von
insgesamt 1,4 Milliarden Euro (rund 2,74 Mrd DM) bis 2003 teilen. Beide Lieferanten wollen
sich auch an der Finanzierung des Netzaufbaus beteiligen. Von der Einbeziehung Nokias
verspreche sich MobilCom einen verbesserten Zugang zu UMTS-Endgeräten und eine
größere Bandbreite von Anwendungen.

Für Orange sollen Nokia und Alcatel gemeinsam das französische Netz aufbauen. Nokia
soll zusätzlich auch das Handynetz der dritten Generation in Großbritannien ausrüsten.
Orange will für beide Netze in den kommenden drei Jahren mehr als 750 Millionen Euro (1,5
Mrd DM) investieren. Mit Alcatel sei nun ein Vertrag über 315 Millionen Euro (617 Mio DM)
geschlossen worden. Der französische Mischkonzern hatte früher Mobiltelefon-Netze für
Orange errichtet.

 

02.04.2001: Vodafone übernimmt 25 Prozent von Swisscom:

(Yahoo) - Der britische Vodafone-Konzern ist nun mit 25 Prozent an Swisscom beteiligt.
Wie der Telekomriese mitteilte, wurde der Einstieg planmäßig am vergangenen Freitag
vorgenommen.

Vodafone bezahlte die erste Tranche des Kaufpreises in Höhe von 1,4 Mrd. Euro in Aktien
und einen Barbetrag von 16 Mio. Euro. Dank einer Kurssicherungsvereinbarung mit einer
Investmentbank sei das Aktienkursrisiko vollständig eliminiert worden, teilten die
Unternehmen mit.

Nach Abzug aller Transaktionskosten beläuft sich der Nettoerlös für Swisscom auf 1,38
Mrd. Euro. Die restlichen 1,51 Mrd. Euro des Kaufpreises sind innerhalb der kommenden
zwölf Monate fällig. Der Kaufpreis basiere auf einen Unternehmenswert von Swisscom
Mobile von 12,13 Mrd. Euro und einer Nettoverschuldung von rund 328 Mio. Euro, hieß es.

Mit dem Einstieg von Vodafone will sich Swisscom den Zugang zur dritten
Mobilfunkgeneration UMTS sichern. Die Einnahmen aus der Transaktion sollen für den
Aufbau des UMTS-Netzes, den Ausbau des Festnetzes für Breitbanddienste und die
Expansion im E-Commerce genutzt werden.

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